REVIEW: Noga Erez „KIDS“

Sorgt für Aufsehen: Noga Erez haut mit „KIDS“ einen raus. Einen potenziellen Dauerbrenner!

Starke Frauen braucht die Musikwelt! Noga Erez zählt zweifelsohne zu diesen. Entgegen des Titels tauchte sie 2017 mit ihrem Debüt „Off The Radar“ (2017) auf der Bildfläche auf und verließ diese seitdem nicht wieder. Warum auch? Immerhin erfreut sich ein breites Publikum an Erez experimentierfreudigem Gemisch aus Elektropop und Hip-Hop. Der Nachfolger „KIDS“ ermutigt nun erneut dazu, die Regler aufzudrehen, jedwede Steifheit abzustreifen und sämtliche Gliedmaßen durchzuschütteln. Vom kleinen Zeh über das Gesäß bis hin zum Kopf. Neben vitalisierenden Rhymes und Hooks schüttet die 31-Jährige dabei auch arabische Impulse als sprichwörtliches Öl ins Feuer. Eine Kombination, die für das gewisse Etwas sorgt und sich stilistisch von dem abzuheben weiß, was man hier in Europa sonst geboten bekommt. Wobei! An der ein oder anderen Stelle lassen sich – nicht zuletzt aufgrund der männlichen Gastgesänge – Parallelen zu Damon Albarns Gorillaz ziehen. Auch, wenn „KIDS“ deutlich feministisch aufgeladener daherkommt. Wer nun aber glaubt, es ginge Noga Erez einzig darum, eine Fahne für Empowerment zu hissen, der irrt. Vielmehr beschäftigen sich die neuen Songs inhaltlich mit Themen, die wir gern zu verdrängen versuchen: Tod, Drogen und dem unbehaglichen Gefühl, nicht dazu zu passen.

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