REVIEW: James Blake „Covers“

Ein Cover des Feist-Songs „Limit To Your Love” bescherte ihm einst den Durchbruch, nun legt James Blake seine erste reine „Covers“-EP vor.

Pur, auf Klavier, zurückhaltende Beats und seine Stimme reduziert, präsentiert James Blake kurz vor Jahresende die „Covers“-EP – ein emotional anrührendes Weihnachtsgeschenk des 32-Jährigen an seine Fans und die Welt. Wie der Name schon vermuten lässt, finden sich auf der Platte sechs Neuinterpretationen bekannter Stücke von Künstlerkoleg*innen wie Billie Eilish, Beyoncé, Stevie Wonder oder Joy Division. Anders als auf der vor kurzem erschienenen „Before EP“ (VÖ: 14.10.2020) setzt der Londoner bei der „Covers“-EP allerdings weniger auf akustische Spielereien und Experimente, sondern vielmehr auf die alleinige Kraft der Melodien und Songstrukturen. Die Blake-Versionen von Stücken wie „The First Time I Ever Saw Your Face“ (Roberta Flack) wirken nackt, fragil und aufrichtig, wodurch sie perfekt zur Gemütlichkeit der anstehenden Festtage passen. In ihrer Zerbrechlichkeit liegt derweil auch ihre Stärke. Gleichzeitig dokumentieren die Tracks aber auch einen ganz bestimmten Teil von James Blakes Wandelbarkeit, die von simplen Ansätzen – wie auf dieser EP zu verorten – bis zu komplexeren Auswüchsen reicht, die der Brite auf den anderen Veröffentlichungen 2020 zur Schau stellte.

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