REVIEW: Ólafur Arnalds „some kind of peace“

Meditativ und fast schon spirituell: Ólafur Arnalds zeigt sich auf „some kind of peace“ verletzlicher, aber auch zielstrebiger denn je.

Es bedarf schon eines besonderen Geschicks, mit leisen, sanften Melodien auf sich aufmerksam zu machen. Für Ólafur Arnalds stellt dies jedoch keine wirkliche Herausforderung dar. Der Isländer ist seit Jahren bekannt dafür, unaufgeregte Songs fern jedweder Effekthascherei zu erschaffen. So auch für sein neustes Album „some kind of peace“ – einem in der Tat von Grund auf friedvollen Werk. Gemeinsam mit seinen Freunden Simon Green alias Bonobo, Landsmännin JFDR und der Newcomerin Josin entflieht Arnalds in ein tonales Paralleluniversum, das von filigranen Sound-Hybriden, Mischwesen aus neo-klassischen Einflüssen und Electronica, bevölkert wird. Tracks wie „Back To The Sky“ oder „Loom“ vereinen dabei sowohl die Anmut der Vergangenheit als auch eine spürbare Zukunftsgewandtheit in sich und mäandern besonnen durch eine liebevoll ausstaffierte Soundkulisse. Wer da nicht ins Träumen oder Gedankenschwelgen gerät, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen. Selten hat ein Album derart viel Ruhe ausgestrahlt, wie „some kind of peace“ es tut. Gleichsam möchte Arnalds aber auch daran erinnern, das Leben als Chance zu begreifen – egal wie düster die Tage manchmal auch erscheinen mögen.

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