REVIEW: Mary Lattimore „Silver Ladders“

Sphärische Wiegenlieder: Mary Lattimore hat mit „Silver Laders“ den Soundtrack für jene Nächte erschaffen, in denen der Vollmond uns den Schlaf raubt und die Gedanken fiebrigen Wegen folgen.

Typische Assoziationen zum Klang der Harfe: Mittelalter und Folklore. Dabei hat das Saiteninstrument weit mehr zu bieten, als an das musikalische Gestern zu erinnern. Es kann sogar Richtung Zukunft deuten, wenn man nur versteht, die richtigen Töne anzuschlagen. Mary Lattimore weiß genau dies zu tun. Mit ihren verträumten, von Licht durchfluteten Melodien begeistert sie seit Jahren ein breites Publikum und hat dem verstaubten Ruf der Harfe erfolgreich den Kampf angesagt. Ihre Diskografie strotzt nur so vor Innovation und Experimentierfreude. Dem tut auch ihr neustes Werk „Silver Ladders“ keinen Abbruch. Erstmals innerhalb ihrer Karriere entschied sich Lattimore jedoch, etwas zu wagen, dass sie bis dato noch nie getan hatte. Erstmals innerhalb ihrer Karriere entschied sich Lattimore jedoch, etwas zu wagen, dass sie bis dato noch nie getan hatte. Nämlich aus ihrem selbst erschaffenen, kreativen Ein-Frau-Kokon auszubrechen, und für die Produktion der Platte einen Partner an ihre Seite zu holen. Aber nicht irgendeinen. Die Wahl fiel auf Slowdive-Frontmann Neil Halstead – auch wenn Lattimore als Fan der Band gar nicht glauben konnte, dass er tatsächlich auf ihr Angebot eingehen würde. Dank Halsetads Impulsen, der Einbindung von Synthesizer- und Gitarrenspuren, umgibt „Silver Ladders“ eine eigentümliche Klangästhetik. Irgendwo zwischen Shoegaze, Dreampop und moderner Klassik spielt sich das Album in das Kollektivgedächtnis.

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