REVIEW: Eivør „Segl“

Von Dunkelheit befallene Popmusik: Eivør bleibt auf „Segl“ ihrem eigenwilligen, kaum zu greifenden, Stil treu.

Man stelle sich vor, wie ein Gewitter über dem Meer aufzieht, Wellen sich tosend auftürmen und plötzlich ein Strahl Sonnenlicht durch finstere Wolken bricht. So in etwa lässt sich der Geist von Eivørs Musik wohl am treffendsten beschreiben. Die Kompositionen der Faröerin sind massiv und nichts für schwache Nerven. Da bildet auch „Segl“ keine Ausnahme. Erneut fügt Eivør gekonnt all das zusammen, was sie in ihren 37 Jahren auf dieser Erde als akustisch stimulierend erlebt hat. Folglich bietet die LP eine Bandbreite, die von Folklore- über Trip-Hop- und Electronica- bis hin zu Gothrock-Einflüssen reicht und unter anderem auch Ásgeir als Gastsänger auf den Plan ruft. Ein buntes Potpourri, das kaum an Stärke zu überbieten ist und durch das ein Hauch von Mystik schimmert. Durchdrungen von Eivørs kristallklarer, kühler Stimme läutet „Segl“ Herbst und Winter ein.

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