REVIEW: Everything Everything „Re-Animator“

Kompliment! Everything Everything klopfen mit „Re-Animator” an den Toren des Rock-Olymps.

Lange Zeit wehrten sich Everything Everything dagegen, genau das zu tun, was andere Bands taten. Die vier studierten Musikwissenschaftler wollten sich mit ihren Werken deutlich von der Konkurrenz abheben und eine ganz eigene Identität entwickeln. Was ihnen auch gelang. Dank verschrobener Kompositionsansätze und eines unerschöpflichen Experimentierwillens. Daran hat sich zwar auch auf Album Nummer fünf, „Re-Animator“, nichts geändert, doch sind Jonathan Higgs, Alex Robertshaw, Jeremy Pritchard und Michael Spearman mit fortschreitendem Alter deutlich gnädiger im Umgang mit sich und ihren Ambitionen. Statt also das Rad wieder und wieder neu erfinden zu wollen, gestanden sie sich ein, keine Agenda abarbeiten zu müssen, und schärften lieber ihre Sinne, um ein klassisches Album zu produzieren. Mit Songs, die zwar kantig und unbeugsam klingen, trotzdem aber zugänglich bleiben und miteinander harmonieren. Nummern, die Querverweise zu verschiedensten Epochen der Rockgeschichte offerieren. Wobei sich einer dieser Querverweise besonders stark in den Vordergrund drängt. Nämlich der zu Everything Everythings Landsmännern von Radiohead. Vor allem in Songs wie „It Was Monstering“ oder „Black Hyena“. Aufgrund schwelender Alternative-Rock-Instrumentierungen und des an Thom Yorke erinnernden Falsettgesangs von Frontmann Higgs. Eine schöne Parallele, die es nicht zu kritisieren, sondern dankbar anzunehmen gilt.

 

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