REVIEW: Howling „Colure“

Wenn Folk auf House trifft: Ry X und Frank Wiedemann (Âme) veröffentlichen unter dem bedeutungsschwangeren Alias Howling ihr zweites Album „Colure“.

Es war 2012 als Frank Wiedemann sich der Produktion von Ry X „Howling“ annahm. Jenem Stück, das für den Australier den internationalen Durchbruch bedeuten und gleichzeitig auch als Kleber für eine gemeinsame Zukunft der beiden Musiker herhalten sollte. Sich der Schicksalhaftigkeit des Tracks bewusst, wählten sie schließlich dessen Titel als Namen für ihr Kollaborationsprojekt. 2015 präsentierten Howling dann ein erstes Album: „Sacred Ground“. Während sich dieses noch vergleichsweise reduziert und zurückhaltend zeigte, wird der Nachfolger „Colure“ hingegen von einer radikalen Opulenz dominiert. Furchtlos, als hätten sie nie etwas anderes getan, lassen Ry X und Frank Wiedemann ihre unterschiedlichen Ansätze, ihre konträren stilistischen Vergangenheiten, aufeinanderprallen. Ohne Rücksicht auf irgendwelche Befindlichkeiten. Und das zieht Songs wie „Need You Now“ oder „Dew“ nach sich. Gigantische Nummern, die einen jeden Clubabend mit ihrer Dialektik bereichern dürften. Weil es ihnen neben aller Beatlastigkeit auch nicht an zarter Melodik fehlt. Das wiederum freut die Ohren, das Herz und auch die Seele.

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