REVIEW: Waldeck „Grand Casino Hotel“

David Lynch und Quentin Tarantino dürfte das freuen. Waldeck legt mit „Grand Casino Hotel“ einen höchst stimmungsvollen Pseudo-Road-Movie-Soundtrack vor.

Er nennt das Spannungsfeld zwischen Trip-Hop, Chill-Out und Nu Jazz sein Zuhause. Seit der Veröffentlichung seines Debüts „Balance Of The Force“ (1998) zählt (Klaus) Waldeck zu den Koryphäen der elektronischen Downtempo-Bewegung. Seine Songs stehen für Gelassenheit, prickelnde Momente und einen Hauch von Nostalgie. Der Wiener hat den After-Hour-Sound des noch jungen Millenniums mitgeprägt und sich ein Denkmal gesetzt. Überall auf der Welt haben die Werke des Altmeisters ihre Spuren hinterlassen. Sei es in Serien, Filmen, Werbungen oder den zahlreichen Nachtclubs und Bars großer Metropolen. Auf seiner neuen Platte „Grand Casino Hotel“ beschwört Waldeck nun die Ästhetik in die Jahre gekommener Road-Movies erneut herauf. Angefacht von Euphorie und Leidenschaft arbeitet er sich quer durch das Vermächtnis von Streifen wie „Lost Highway“ und inszeniert ein in sich geschlossenes Konzeptalbum. Sowohl die Kompositionen als auch die Produktion klingen dabei deutlich mehr nach Vergangenheit als Gegenwart oder Zukunft. Das dürfte nicht nur Retro-Fans freuen. Schließlich sorgt „Grand Casino Hotel“ somit für Gefühle der Vertrautheit und die wiederum lassen einen die Platte umgehend ins Herz schließen.

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