REVIEW: Hayley Williams „Petals For Armor“

Kein zwingend notwendiger, aber ein spannender Schritt. Mit „Petals For Armor“ emanzipiert sich Paramores Hayley Williams zur ernst zu nehmenden Solokünstlerin.

Einsamer Wolf versus Herdentier. Die meisten von uns würden sich vermutlich weder dem einen noch dem anderen Extrem zuordnen. Und doch gibt es Phasen, in denen wir lieber auf uns allein gestellt sind, und jene, in denen wir uns am ehesten einer Gruppe zugehörig fühlen. Hayley Williams wurde als Frontfrau der Rockband Paramore bekannt. Nach weltweiten Erfolgen mit eben dieser wagt sich die 31-Jährige nun ohne ihre männlichen Kollegen zurück ins Rampenlicht und präsentiert ihr erstes Soloalbum „Petals For Armor“. Anders als vielleicht erwartet, bedient Williams darauf allerdings – mit wenigen Ausnahmen – kaum die Soundästhetik Paramores. Im Gegenteil. Statt harter Gitarrenriffs und Punk-Attitüde gibt es ausgeklügelten Alternative-Pop, der an Christine & The Queens oder tUnE-yArDs erinnert. Mal zugänglicher, mal sperriger. In jedem Fall aber energetisch. Und genau darin liegt das Erfolgsrezept der Platte. Selbstbewusst baut sich Williams ein zweites musikalisches Standbein auf und beweist ihre stilistische Wandelbarkeit. „Petals For Armor“ vereint dabei nicht nur die vorangeschickten EPs „Petals For Armor I“ und „Petals For Armor II“ unter einem Dach, es erweitert deren Spektrum noch dazu um fünf weitere Tracks. Ein stattliches Album also. Eins, das mindestens genauso durch seine Ausstrahlung überzeugt wie die Frau, die für es verantwortlich ist.

 

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