REVIEW: Other Lives „For Their Love“

Eine LP der großen akustischen Gesten. Other Lives „For Their Love” bietet dichte Orchester-Arrangements und beschwört ein Gefühl von unendlicher Weite herauf.

Die Horizontlinie scheint fern auf „For Their Love“. Bewusst entscheiden sich Other Lives gegen jedwede Form von Begrenzung und lassen die Songs auf ihrem vierten Studioalbum zu massiven Gebilden heranwachsen. Archaisch und unbeugsam. Wie einst die wilden Pferde in den Prärien Nordamerikas. Oder ein wolkenschwangerer Himmel über tosendem Meer. Mit bestechender Präzision fangen Sänger Jesse Tabish und seine Kollegen jenen Charme von Urtümlichkeit ein, der innerhalb des Folk-Genres ein wenig verloren gegangen zu sein schien. Die Kraft, die Stücken wie „Sound Of Violence“ oder „Cops“ innewohnt, dürfte dabei selbst Acts wie Fleetwood Mac aus der Reserve locken. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wirkt „For Their Love“ wie ein energetischer Ritt über Stock und Stein. Angefacht von vielschichtigen Kompositionen mit typischen Country-Instrumenten. Wer nun aber glaubt, der Platte könne es an stillen Momenten fehlen, der dürfte überrascht sein, wie sich immer wieder verträumte Sequenzen zwischen all die opulenten Passagen schmuggeln. Es bleibt nicht mehr zu sagen, als dass dieses Album eine wahre Bereicherung für die Musikwelt darstellt.

 

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