REVIEW: Memoriez „Holymodernothing“

Mit „Holymodernothing“ rufen Memoriez sich in Erinnerung und laden zu einer weiteren Runde auf ihrem stets antriebssteigenden Indie-Rock-Karussell ein.

Hinter qualitativ hochwertiger Musik muss nicht zwangsweise auch ein großer Name stehen. Schon mit ihrem Debüt „Huntin‘ A Hurricane“ aus dem Jahre 2013 widerlegte die Hamburger Band Memoriez gegenläufige Aussagen. Ohne allzu viel Aufhebens war es Joachim Zunke und seinen Jungs gelungen, eine eigene akustische Sprache zu finden und sie effektvoll in Szene zu setzen. Eine Sprache, die sich ebenso verständlich zeigte, wie sie neugierig machte. Nachdem es lange Zeit ruhig um Memoriez gewesen ist, erschienen in den letzten Wochen kontinuierlich neue Songs der illustren Kapelle. Idee war, den Hörern so die Möglichkeit zu geben, jeden Track des neuen Albums „Holymodernothing“ einzeln kennenlernen und sich mit ihm vertraut machen zu können. Häppchenweise quasi. In seiner Gesamtheit klingt LP Nummer zwei stimmig und spannt einen Bogen, der vom ersten bis zum letzten Song zu fesseln vermag. Stilistisch erinnert „Holymodernothing“ dabei zu großen Teilen an Bands wie die Strokes, wobei einer allzu dogmatischen Rock-Ästhetik durch verspieltere Pop- und Soulelemente entgegengewirkt wird. Dank seiner hochwertigen Produktion schafft es die Platte, den oft stigmatisierenden Stempel „Made in Germany“ zu umgehen. Zugunsten eines weltoffenen Sounds.

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