REVIEW: Beck „Hyperspace“

Unverkennbar Beck und doch frisch wie eine leichte Sommerbrise. Mit „Hyperspace“ begründet der siebenfache Grammy-Gewinner seine Daseinsberechtigung als Popmusiker und schiebt das Klischee des eingerosteten alten Herren weit von sich.

Wenn man sich die offiziellen Single-Charts anschaut, dann könnte man schnell den Eindruck gewinnen, diese würden einzig und allein von Künstlern dominiert werden, die das Teenageralter gerade erst hinter sich gelassen haben. Einer, der zwar schon etwas in die Jahre gekommen sein mag, sich aber dennoch gekonnt wie eh und je durch eben jene Gefilde zu bewegen weiß, ist Branchen-Urgestein Beck Hansen. Auf seinem neuen Album „Hyperspace“ unterzieht sich der fast 50-Jährige einer auditiven Verjüngungskur und bekommt dabei Hilfe von Kollaborationspartnern wie Pharell Williams, Greg Kurstin (The Bird And The Bee) oder Paul Epworth. Noch ambitionierter als auf dem Vorgänger „Colors“ (2017) unterwandert Beck mit den elf neuen Songs die im Mainstream grassierende Ideenlosigkeit und probiert allerlei stilistische Kombinationsmöglichkeiten aus. Hauptzutat seiner auditiven Experimente bleibt jedoch ein Gemisch aus Pop und Rock, obwohl auch elektronische und folkige Einflüsse zu vernehmen sind. Nichts anderes ist man aber von Herrn Hansen gewohnt. Sein Backkatalog strotzt nur so vor der Freude daran, die eigenen Grenzen zu pushen und Altes mit Neuem zu vereinen. Dass ihm dies auf ganzer Linie auch auf „Hyperspace“ gelingt, beweist, dass Beck sein Talent noch lange nicht ausgereizt hat.

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