REVIEW: Heather Nova „Pearl“

25 Jahre nach der Veröffentlichung von „Oyster“ enthüllt Heather Nova mit „Pearl“ den gut gehüteten akustischen Schatz, der sich lange Zeit in der Hülle ihrer Erfolgs-LP verborgen zu haben scheint.

Es ist eine Reminiszenz an vergangene Tage, eine Hommage an die eigene Karriere, die Heather Nova mit „Pearl“ wagt. Und damit bewegt sich die gebürtige Bermuderin bewusst gegen den Strom und die aktuelle Modeerscheinung, Jubiläen prominenter Alben mit prunkvollen Neuauflagen zu feiern. Ihre Durchbruchsplatte „Oyster“ darf den Hörern weiterhin unangetastet in Erinnerung bleiben. Für Begeisterung soprgen und emotional aufrühren. Statt die Songs zu remastern und mit allerhand Bonusmaterial zu überladen, hat sich Nova nämlich entschlossen, lieber erneut mit ihrem damaligen Produzenten, Martin Glover alias Youth, ins Studio zu gehen, um neue Stücke aufzunehmen . Tracks, die das Leben einer gereiften Frau, Mutter und Partnerin reflektieren. Die ungeschminkte Wahrheiten auf den Tisch packen und die Fragilität von Glück verdeutlichen. In ihren Texten spricht Heather Nova sowohl über ihre Scheidung nach zwanzig Jahren Ehe, als auch über ihren Sohn und – wie sollte es auch anders sein – den Ozean, der eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für die 51-Jährige darzustellen scheint. „Pearl“ bettet sich dabei in eine Klangkulisse ein, die deutlich von der des poppigen Vorgängers „The Way It Feels“ (2015) abweicht, und klare Referenzen zum Karrierebeginn der grazilen Songwriterin heraufbeschwört. Einer Zeit, in der Heather Nova die raue Ästhetik des Rocks mit süßen Tönen durchbrach und sich damit unentbehrlich machte. Bis heute, wie „Pearl“ zu untermauern weiß.

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