REVIEW: Sting „My Songs“

Stings «My Songs» erinnert uns daran, dass der mit dem Order of the British Empire ausgezeichnete Songwriter viele Qualitäten besitzt.

Gordon Matthew Thomas Sumner alias Sting zählt ohne Zweifel zu den wichtigsten Musikern unserer Zeit. Fast jeder ist irgendwann einmal über einen seiner Songs gestolpert oder hat gleich mehrere von ihnen ins Herz geschlossen. Sei es Sumners «Message In A Bottle», die von ihm besungenen «Fields Of Gold» oder die Geschichte der Prostituierten «Roxanne», die des Nachts ihr rotes Licht anknipst – der Brite weiss, wie man die Masse bewegt. Dass er jedoch kein in der Vergangenheit verhafteter Rockstar sein möchte, der einzig von den Lorbeeren längst verblasster Tage lebt, betont Sting immer wieder gern. Nach dem eigenwilligen Kollaborationswerk mit Reggae-Pop-Ikone Shaggy, dem Album «44/876» (2018), ist es jetzt seine Best-of-Platte «My Songs», mit der der 67-Jährige seine Relevanz im aktuellen Pop-Kontext unterstreichen will. Was man den fünfzehn Neuinterpretationen alter Hits lassen muss, ist die Zeitlosigkeit der ihnen zugrunde liegenden Melodien. «Fragile», «Shape Of My Heart» und Co. gehen 2019 noch genauso ins Ohr wie vor Dekaden. Ergänzt durch ein paar technische Spielereien, namhafte Produzenten und glasklare Gesangsspuren verlieren die fünfzehn Tracks aber ein wenig von dem, was Fans an den Originalen lieben. Nämlich ihre Ecken und Kanten. Gerade das Imperfekte scheint aber die Faszination wahrer Kunst auszumachen.

Diese Review erschien in der aktuellen Printausgabe des Mannschaft Magazins.

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