REVIEW: Dido „Still On My Mind“

Dank der Unterstützung ihres Bruders Rollo, der sie schon zu Beginn ihrer Karriere bei Faithless vors Mikro geholt hatte, gelingt es Dido mit „Still On My Mind“ tatsächlich, sich ins Gedächtnis zu rufen.

Ja, es gibt sie noch! Und eigentlich war Dido auch nie wirklich weg, falls sich das jemand gefragt haben sollte. Seit „No Angel“ (2000) und „Life For Rent“ (2003), ihren beiden Überfliegeralben, hat sie im Abstand von jeweils fünf Jahren das deutlich unterschätzte „Safe Trip Home“ (2008) und „Girl Who Got Away“ (2013), eine mehr oder weniger klassische Pop-Platte, veröffentlicht. Gemessen an Verkaufszahlen und generierter Aufmerksamkeit blieben diese zwar hinter ihren mehrfach preisgekrönten Vorgängern zurück, mit „Still On My Mind“ versucht die Britin nun jedoch, an ihre Anfangserfolge anzuschließen. Und tatsächlich besitzt ihr fünftes Studioalbum auch das Zeug dazu, Dido erneut an die Spitze der Charts zu katapultieren. Wenngleich sie mit „Hurricane“ den stärksten und künstlerisch raffiniertesten Song der Platte bereits als erste Singleauskopplung verpulvert hat, lassen sich auf „Still On My Mind“ trotzdem noch ein paar weitere Nummern ausmachen, die den ganz unterschiedlichen Hörerschaften gefallen dürften. Denn was Dido und ihr Bruder, der sich als Produzent von „Still On My Mind“ verantwortlich zeigt, wirklich verstehen, ist das gleichzeitige Bedienen aktueller Trends und akustischer Nischen. Gepaart mit ein paar stilistischen Reminiszenzen („Some Kind Of Love“, „Give You Up“) sprechen sie so ein Publikum an, dessen Geschmacksspektrum von Lady Gaga bis Massive Attack reichen dürfte.

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