REVIEW: 4 Guys From The Future „Headspace“

„Headspace“ ist 4 Guys From The Futures Appell an die Menschen, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und abzuwenden, was seinen Schatten bereits vorauswirft.

Einen Rückzugsort zu haben, an dem wir uns für einen Moment von der Welt abkapseln, über sie nachdenken und die von uns gemachten Erlebnisse reflektieren können, ist unabdingbar, um die Reizüberflutung unseres modernen Alltags händeln zu können. Erst durch den entstehenden Raum wird Kreativität möglich. Aus Kreativität wiederum erwächst Freude. Freude, am Leben zu sein. Der Däne Bjarke Porsmose nutzt sein Projekt 4 Guys From The Future als mentale Leinwand. Auf „Headspace“ wirft er – dem Bandnamen Rechnung tragend – einen Blick in die Zukunft und überlegt, welche Herausforderungen auf uns Menschen zukommen werden. Gesellschaftlich wie persönlich. Wir befinden uns in einer Umbruchstimmung, in einer Zeit voller Unsicherheiten, und immer mehr Musiker liefern zu dieser ihre melodischen Untermalungen ab. Die von Porsmose sind wehmütig. Graublau vielleicht. Und von einer bittersüßen elektronischen Melancholie bestimmt. Vorbei scheint der psychedelische Wirrwarr, der das Vorgängeralbum „Adagio“ (2014) kennzeichnete. Insofern verwunderlich, als dass Pormose aktuell auch bei den bunten Electropop-Tracks seiner Landsleute von The Asteroids Galaxy Tour die Finger mit im Spiel hat. Aber vielleicht braucht es eben diesen tiefsinnigeren Ausgleich. Als Hörer fällt es jedenfalls nicht schwer, sich Porsmose anzuschließen und mit ihm über ausgedehnte Synthie-Felder zu wandern.

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