REVIEW: Robyn „Honey“

So klingt eine erfolgreich durchlaufene Eigentherapie! Mit „Honey“ holte sich Robyn aus dem emotionalen Tief, das sie zuvor gefangen hielt. Nun gibt sie die positive Grundenergie ihres neuen Longplayers auch an die Hörer weiter.

Konichiwa! Trotz zahlreicher Projekte und Kollaborationen blieb Robyn ihren Fans nach der „Body Talk“-Reihe ein weiteres Soloalbum lange schuldig – bis die Massen mit dem Hashtag #releasehoneydamnit derart lauthals danach forderten, dass die Schwedin tatsächlich die Kraft fand, „Honey“ fertigzustellen. Persönliche Krisen hatten dazu geführt, dass Robyn sich über Monate hinweg ausgebrannt gefühlt hatte. Erwartungen jedweder Art hin oder her. Ihr größter Kritiker war Robyn eh stets selbst gewesen. Irgendwann kam es dann zu einem Zusammentreffen mit Metronomys Joseph Mount, welches Robyn derart inspirierte, dass sie ihre althergebrachte Arbeitsweise über Bord warf und, statt an Texten, an Sounds und Beats arbeitete. Zusammen mit ein paar letzten Handgriffen Mounts bilden diese nun das Grundgerüst für die neun Tracks, die sich auf „Honey“ versammeln. Eine perfekte Länge für eine Platte, wie Robyn zu verstehen gibt. Typische Verläufe, was Aufbau und Struktur der Stücke angeht, sucht man derweil bewusst vergeblich. Es schien schlichtweg nicht nötig, konventionellen Regeln zu folgen, wo sich die Melodien doch von ganz allein ihren Weg bahnten. Angespornt von der New Yorker House-Szene der Neunziger und Idolen wie Janet Jackson vereint der quirlige Blondschopf auf „Honey“ Groove mit Soul. Und zwar derart gekonnt, dass man gar nicht anders kann, als dieses Album schnell mit liebevollen Kosenamen zu überhäufen. Nach dem selbst betitelten Meilenstein „Robyn“ (2005) definitiv das ambitionierteste und interessanteste Werk des zweifach Grammy prämierten Multitalents.

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