REVIEW: Agar Agar „The Dog & The Future“

Agar Agar verteidigen ihren Ruf als Avantgardisten, indem sie auf „The Dog & The Future“ mit eingefahrenen Hörgewohnheiten brechen und stattdessen zu aufregenden Erkundungsreisen in bisher unbekannte Soundgefilde einladen.

In Frankreich dampft und brodelt es. Die dort ansässige Electronica-Szene scheint von der Muse geküsst, was dazu führt, dass immer mehr Acts ausziehen, um Europa wie im Sturm zu erobern. An vorderster Front: Agar Agar. Das Duo, bestehend aus den ehemaligen Kommilitonen Clara Cappagli und Armand Bultheel, löste in den letzten Monaten einen regelrechten Hype aus und landete schnell auf jenen Listen, die mit den vielversprechendsten Newcomern für das Musikjahr 2018 werben. Ungeachtet aller Prognosen sprechen aber auch die rein akustischen Tatsachen für sich. Auf ihrem Debüt „The Dog & The Future“ zeigen sich Cappagli und Bultheel vielseitig und experimentierfreudig, ja, beinahe furchtlos. Während im ersten Teil des Albums fesselnde Slow-Disco-Nummern wie „Fangs Out“ aneinandergereiht werden, wird es im Anschluss jedoch deutlich sphärischer. Der Reiz der Platte liegt in der Ausgeglichenheit verschiedener Stimmungen. Fühlt man sich in einem Moment vielleicht noch gehetzt und getrieben, lädt bereits der nächste Track zu Rast und Gedankenflucht ein – ganz so, wie es eben ist im Leben eines Heranwachsenden.

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