REVIEW: Villagers „The Art Of Pretending To Swim“

Wahnsinnig gut! Conor O’Brien und seine Villagers machen mit „The Art Of Pretending To Swim” selbst der Genialität der Eels Konkurrenz. Ein durchdachtes und mit größter Liebe zum Detail umgesetztes Werk.

Es ist ein wiederkehrendes Phänomen. Wann immer man ein neues Album der Band Villagers zum ersten Mal hört, kämpfen im selben Augenblick auch schon zwei Gefühle in Kopf und Bauch gegeneinander an. Das eine ist ein Gefühl von Vertrautheit und man hat den Eindruck, das, was O’Brien und seine Kollegen produziert haben, bereits seit langer Zeit zu kennen. Doch sind da neben aller Zugänglichkeit auch immer Momente des Staunens. Brüche, als habe die Platte, die man gerade hört, einen Sprung. Bei dem Track „Real Go-Getter“, der sich auf „The Art Of Pretending To Swim“ befindet, wird dieser Eindruck auf die Spitze getrieben. Plötzlich quietscht und knirscht es und das Ohr wird in eine völlig unerwartete Richtung gelenkt. Generell ist das vierte Studioalbum der Villagers voll von wundersamen Melodien und spannungsgeladenen Bögen. In bewährter Manier greift die LP die Tradition seiner Vorgänger auf und zeigt einmal mehr, dass O’Brien es versteht, sowohl mit Worten als auch seinen Kompositionen wild herum zu jonglieren. Dabei nutzt der Ire die gesamte Palette an analogen und synthetischen Sounds sowie Samples der Dixie Hummingbirds und der Soullegende Donnie Hathaway. Aufregend, spektakulär, bewegend! „The Art Of Pretending To Swim“ lässt die bunte Farbenpracht des Herbsts durch seine Vielfalt fast verblassen!

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