REVIEW: Anna Calvi „Hunter“

Ein Statement für mehr Selbstbestimmung. Während sich ausladende orchestrale Passagen und rockige, temporeiche Sequenzen die Klinke in die Hand geben, weckt Anna Calvi auf „Hunter“ die Begeisterung für eine wichtige Kontroverse.

Aufzuklären, ohne zu belehren, ist keine leichte Aufgabe. Vor allem dann nicht, wenn es um ein viel diskutiertes Thema wie die Geschlechtsidentität geht. Ihr neues Album „Hunter“ bezeichnet Anna Calvi selbst als eine queere Platte. Eine, die mit Rollenklischees brechen und den Blick auf Weiblichkeit und weibliche Sexualität erweitern will. Entsprechend strotzen die Texte von Songs wie „Don’t Beat The Girl Out Of My Man“, „As A Man“ oder „Alpha“ nur so vor kritisch formulierten Fragen bezüglich der Stellung und Wahrnehmung von Frauen in unserer Gesellschaft. Sowohl ihre unverwechselbare Stimme als auch das charakteristische E-Gitarrenspiel der 37-Jährigen verleihen ihren Aussagen dabei Nachdruck und gliedern sich perfekt in eine melodische Gesamtinszenierung ein, die förmlich nach der großen Bühne zu schreien scheint. Wer da Langeweile verspürt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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