REVIEW: Interpol „Marauder“

 Interpol haben ihre neue LP „Marauder“ derart aufpoliert, dass der Glanz vergangener Tage zum Vorschein tritt. Dem Hörvergnügen tut ihr Eifer jedoch keinen Abbruch.

Das hat es doch alles schon einmal gegeben! Und tatsächlich wartet Interpols sechstes Studioalbum „Marauder“ mit wenig Neuerungen auf. Stattdessen kehren Paul Banks und seine Kollegen stilistisch zu ihren Anfängen und den Indierock-Meilensteinen „Turn On The Bright Lights“ (2002) und „Antics“ (2004) zurück. Nahtlos knüpft „Marauder“ an deren tonale Ästhetik an und bedient sich auch textlich dem für die New Yorker typischen Pessimismus. Überraschungen sucht man also eher vergeblich auf dem 13 Stück starken Werk. Bedeutet das nun aber gleichzeitig auch akustische Monotonie? Nein! Denn obwohl Interpol ihre Kompositionen vorrangig auf E-Gitarrenriffs, Schlagzeug und den Gesang von Frontmann Banks stützen, gelingt es ihnen, jeden einzelnen Track in ein ekstatisches Feuerwerk zu verwandeln. Ohne wirkliche Verschnaufpause nimmt das Album Fahrt auf und kommt nur selten zur Ruhe. Songs wie „The Rover“, „Number 10“ oder „Flight Of Fancy“ pendeln zwischen Rock, New Wave und Post-Punk und wirken derart energetisch, dass ihre Lebendigkeit auch lange nach dem Verstummen des letzten Tons noch in der Brust zu spüren ist.

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