REVIEW: TT „LoveLaws“

Was ist typisch weiblich? Wie hört sich Rock an? Wo findet man die große Liebe? Warpaints Theresa Wayman stellt sich unter dem Pseudonym TT diesen und anderen Fragen entschlossen in den Weg und bricht auf ihrem Debüt „LoveLaws“ mit den großen Klischees unserer Zeit.

Gleichzeitig zerbrechlich und doch eine starke, unabhängige Mutter zu sein, das ist kein Widerspruch. Vielmehr sind es die zwei Seiten einer Medaille, Ying und Yang, die Dualität des Lebens. Als sich Warpaint vor 14 Jahren gründeten, noch vor Debatten wie #metoo oder Diskussionen über das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern in der Musikbranche, zeigten sie der Welt, dass Selbstbewusstsein nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Geknüpft an den unverkennbaren Sound des Quartetts, fanden diese Botschaften Gehör und werden von Sängerin und Gitarristin Theresa Wayman nun auch auf ihrem ersten Solowerk weitergestrikt. Dabei klingt „LoveLaws“ aber nicht zwangsweise wie ein typisches Warpaint-Album, sondern stellt eher scherenschnittartig die Teile frei, die Wayman bisher zum Backkatalog der Amerikanerinnen beigetragen hat. Ein bisschen düster, ein bisschen sinnlich und doch immer auf den Punkt überzeugen Stücke wie „Take One“ oder „Love Leaks“ durch ihre Originalität. Sanft reißen sie den Hörer mit in ein zwielichtiges Shoegaze-Szenarium. Bis der Morgen dämmert, lässt es sich dort wunderbar verweilen und über die Dinge nachgrübeln, die TT in ihren Texten anschneidet.

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