REVIEW: When Saints Go Machine „It’s A Mad Love“ (EP)

Avantgardisten durch und durch. When Saints Go Machine folgen keiner Mode, sondern sind maßgeblich für neue Innovationen im Electronica-Bereich mitverantwortlich. Die EP „It’s A Mad Love“ ist ein weiterer Vorgeschmack auf das, was da noch kommen wird.

Input versus Output. Um Songs schreiben und produzieren zu können, deren Halbwertszeit über die nächste Trendwelle hinausgeht, braucht es eine Inspirationsquelle. Eine, die nicht sofort versiegt, sobald man sich ihr einmal bedient hat. Für das dänische Quartett When Saints Go Machine scheint die Unberechenbarkeit jene unerschöpfliche Quelle. Gepaart mit genügend Freiraum und Zeit, damit Ideen wachsen und auditive Blaupausen weitergedacht werden können, bildet sie die Grundlage für die EP „It’s A Mad Love“. Obwohl Nikolaj Manuel Vonsild, Jonas Kenton, Simon Muschinsky und Silas Moldenhawer noch nie Verfechter strenger Kompositionen gewesen waren, brechen sie auf dem mit fünf Tracks versehenen Werk erneut mit allem, was auch nur ansatzweise einer klaren Struktur gleichkommen könnte. Stattdessen gibt es Stücke, die wir Erzählungen sind. Die Stimmungen transportieren, als wären sie flüchtige, unvorhersehbare Momente. Auch stilistisch lässt sich „It’s A Mad Love“ kaum greifen. When Saints Go Machine verarbeiten Hip-Hop-Einflüsse genauso wie den für sie typischen Synthie-Pop. Dazu kommt der gezielt verfremdete Falsettgesang von Vonsild und ein buntes Allerlei aus ungewöhnlichen Klängen.

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