REVIEW: City Calm Down „Echoes In Blue“

City Calm Down suchen auf ihrem neusten Album „Echoes In Blue“ nicht nach Antworten, sondern stellen viele Fragen, die die Entwicklungen unserer Gesellschaft mit herben Gitarrensounds ins Wanken bringen könnten.

In einer Metropole zu leben, nährt ab und zu die Sehnsucht nach Ruhe und Abgeschiedenheit. Menschenmassen, tonnenweise Stahl und Beton sowie ein Geräuschspektrum, das nie versiegt. Trotz vieler Vorteile, die das Leben in einer Großstadt mit sich bringt, verspürt fast jeder Bewohner irgendwann einmal den Drang, die Notbremse ziehen und die Umgebung auf MUTE stellen zu wollen. Auch Jack Bourke, Sam Mullaly, Jeremy Sonnenberg und Lee Armstrong, allesamt in Melbourne ansässig, kennen beschriebenes Gefühl und haben ihre gemeinsame Band kurzerhand City Calm Down genannt. Wer nun aber denkt, das Quartett würde ausschließlich leise Töne anstimmen, der irrt gewaltig. City Calm Down lieben es ausladend und massiv. Auf ihrem zweiten Album „Echoes In Blue“ verarbeiten sie nicht nur bedeutungsschwangere Metaphern, die von Königreichen, Blut und Bernstein künden, ferner gelingt es der Band auch, ebenso stadiontauglich zu klingen wie Interpol oder die Editors. Was früher gern unter dem Begriff Indie Rock zusammengefasst wurde, hat in den letzten Jahren den Neuaufdruck Alternative Pop verpasst bekommen und irgendwie trifft die Bezeichnung die Schlagkraft und Eingängigkeit der Songs von City Calm Down recht gut.

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