REVIEW: Orph „The Pyramid Tears Of Simba“

Orphs „The Pyramid Tears Of Simba” gibt Anlass zu überdenken, ob pfiffig ausgetüftelte Musik zwangsweise immer ein Importprodukt darstellen muss, oder ob es nicht auch hierzulande entdeckenswerte Newcomer gibt.

Ganz viel MGMT, ein bisschen David Bowie, vielleicht Arcade Fire oder auch Empire Of The Sun – das alles könnten Referenzen sein, die Orph auf ihrem Zweitwerk „The Pyramid Tears Of Simba“ verarbeiten. Zumindest klingen die zwölf darauf befindlichen Songs stark danach. Jetzt wäre es allerdings unfair, den Leipzigern zu unterstellen, sie hätten keine eigenständige akustische Handschrift zu bieten, sondern würden sich einzig bei der Klangästhetik erfolgreicher Kollegen bedienen. Immerhin tun Orph das, was viele Bands und Musiker derzeit tun: Sie setzen altbewährte Erfolgszutaten neu zusammen. Dies machen sie jedoch wesentlich konsequenter und glaubwürdiger, als der Gros ihrer Mitstreiter. Orphs Kompositionen umgibt ein internationaler Vibe. Ein Esprit, wie man ihn sonst nur bei den Senkrechtstartern der Branche vermuten würde. Wenngleich das Quintett bisher noch nicht zu denen gehört, die Millionen von Platten verkaufen und gut besuchte Tourneen rund um den Globus spielen, stellt sich beim Hören von „The Pyramid Tears Of Simba“ tatsächlich die Frage, warum das eigentlich so ist. Das Album hat alles, was man von einer intelligenten Pop-Platte im Jahr 2018 erwarten kann. Strahlende Melodien, psychedelische Hooks und ein Funken Understatement.

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